Programmiersprachen sind eine Möglichkeit, einer Maschine Anweisungen zu geben. Sie basieren auf dem binären System von 0 und 1, was bei einfachen ersten Verschaltungen Strom „an“ oder „aus“ bedeutete. Die ersten höher entwickelten Sprachen kamen in den 50er Jahren auf, und die erste weit verbreitete war die von John Backus geschrieben Sprache FORTRAN. Diese Abkürzung stand für „Formula Translation“ und genau das macht sie auch: Sie übersetzte Formeln in eine für Maschinen verständliche „Sprache“. Zuvor hatte man die Anweisungen direkt in Maschinensprache schreiben müssen, FORTRAN erleichtere das nun. Es wird übrigens heute noch verwendet, unter anderm wegen seiner Schnelligkeit bei Supercomputern . Etwa zur gleichen Zeit wurde COBOL erfunden, das ebenfalls auch heute noch angewendet wird. In den kommenden Jahren wurden darauf basierend noch weitere Sprachen geschaffen, darunter ALGOL und später das sehr populäre BASIC sowie CPL, aus dem später C werden sollte.

Mit Speakeasy begann dann in den 70er Jahren die Ära der objektorientieren Sprachen. Sie wurde von Stanley Cohen erfunden, der an der Argonne National Library arbeitete. Speakeasy verwendete die FORTRAN-Syntax und war so einfach zu benutzen – so einfach das es ebenfalls noch heute benutzt wird.

In den 80er Jahren kam dann ein weiterer Durchbruch mit der Veröffentlichung von C++ und Pearl, mit denen vor allem Datenbanken besser adressiert werden konnten. Das Internetzeitalter, beginnend etwa 1990, brachte dann die modernen Sprachen wie Java, Javascript, PHP, Python und Ruby hervor, die alle heute noch Standard in der Softwareentwicklung sind. Swift, Julia und Kotlin wiederum sind neue Entwicklungen die allerdings noch ihre Anhänger finden müssen. Fast jedes Jahr kommt heute mindestens eine neue Programmiersprache auf den Markt. Die meisten aber sind im wesentlichen Modifikationen bestehender Sprachen.